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  • AutorenbildJulia Schallberger

24 Bilderbücher im Advent. Woche 1: Sechs Schneegeschichten

Aktualisiert: 8. Dez. 2022

Die Tage werden kälter, Weihnachten rückt näher und wir nisten uns in der warmen Wohnung ein. Die perfekte Zeit fürs gemeinsame Lesen von Bilderbüchern. Während der Adventszeit werde ich euch jede Woche 6 Bilderbücher vorstellen. Dabei steht jede Woche im Zeichen eines bestimmten Themas. Es wird besinnlich, auch mal weihnachtlich – doch auch witzig, nachdenklich, schräg und spannungsreich - ganz so wie sich so ein Jahr eben zeigt. Mit ihren wertvollen Tipps unterstützt haben mich tolle Mamis die mir die Lieblingsbücher ihrer Kinder und Schätze aus ihrer eigenen Kindheit verraten haben.


In der ersten Woche widmen wir uns schönen, liebevollen und lustigen Schneegeschichten.



Ein Lieblingsbuch aus meiner eigenen Kindheit und eine Empfehlung für alle, die den Bilderbuchklassiker Schellen-Ursli lieben. In feinen wie stürmischen Zeichnung schildert der Bündner Künstler Alois Carigiet, wie Schellen-Ursli nach langem Suchen seine in Not geratene Schwester Flurina bei der Wettertanne wiederfindet und heil nach Hause bringt.

Eine schöne Geschwistergeschichte, in der die vielfältige Wirkungskraft von Schnee zum Ausdruck gebracht wird.

2. Astrid Lindgren, Illustriert von Harald Wildberg: Tomte Tumetott & Tomte und der Fuchs

Grossartige Klassiker sind auch die Wichtelgeschichten von Astrid Lindgren. Die Vorlage dazu lieferte das schwedische Gedicht Tomten von Viktor Rydber (1881). Die Erzählung handelt vom schwedischen

Wichtel Tomte Tummetott mit seiner roten Mütze. Dieser kommt in einer Winternacht aus seinem Versteck auf einem Heuboden heraus, um nach den schlafenden Menschen und Tieren des Bauernhofes zu schauen. Indem er ihnen Wichtelworte zuraunt möchte er ihnen Hoffnung auf den kommenden Frühling machen.

«Schon als Kind liebte ich alle Schneegeschichten der Bullerbü Kinder. Unbeschwerte Kindheitserinnerungen deluxe. Ich wollte darum immer in Schweden leben.» Stimme eines Mamis zu weiteren Bilderbüchern von Astrid Lindgren.

In der einen Geschichte hilft Tomte Tummetott einem hungrigen Fuchs namens Mikel, der in einer Weihnachtsnacht auf den Bauernhof kommt. Zugleich beschützt er die Tiere des Hofes. Liebevoll gemalt und erzählt.

«Das Buch ist auch für mich was Besonderes, weil es nachts im Schnee spielt.» Ein Mami aus Nuglar.

Ezra Jack Keats war in den 60er Jahren einer der ersten Kinderbuchautoren, die multikulturelle Stadtszenen mit einem schwarzen Hauptprotagonisten schilderten. So auch in diesem schlichten, bezaubernden Buch, das im bunten Collagestil daher kommt. Die Rede ist vom kleinen Peter, der sich in der Stadt vor seiner Haustür in den Schnee stürzt und diesen mit allen Sinnen entdeckt: indem er etwa dem Knirschen unter seinen Füssen lauscht oder im Liegen Schneeengelchen in den weissen Schnee formt.

Durch seinen schlichten Stil, das ruhige Tempo sowie den Fokus auf das Wunder im Kleinen ist das Buch bereits für kleine Kinder geeignet.


In diesem Buch folgen wir einem vergnügten Mädchen, das mit ihrem kleinen Plüschbär die Winterwelt erkundet. Nebst dem kleinen Freund steht ihr stets ein starker Begleiter zur Seite. Am Ende der Geschichte wird klar, wer sich hinter der grossen Bärensilhouette verbirgt.

Eine schöne Liebesklärung an alle Papis auf dieser Welt.

Gerade kleine Kinder werden sich aufgrund der einfachen Bildsprache und den vertrauten Figuren, Tieren und Alltagsgegenständen mit dem Buch identifizieren können und ihren Wortschatz wunderbar erproben und erweitern können.



Selten braucht es grossartig komplexe Geschichten, um die Herzen der Kinder zu erreichen. Deutlich wird dies anhand dieses Buchs, welches der mehrfach ausgezeichnete japanische Illustrator Kazuo Iwamura gestaltet hat. Darin versuchen die drei Eichhörnchen Matz, Fratz und Lisettchen ihren mässig motivierten Papa zum Schlittenfahren zu überreden. Am Ende fährt die ganze Hörnchenfamlie ausgelassen die Schneehügel hinunter. Ein Loblied auf die unaufgeregten Glücksmomente, wie wie sie in der Natur oder im Kreis von Familie und Freunden finden können.


"Mir gefällt, dass das Buch zeigt, dass sich Rollen von Menschen, ja, dass sich durch bewusste Entscheidungen was im Leben ändern kann." Ein Mami aus Basel

Ein Buch für den 6. Dezember. Dies ist die Schweizerdeutsche Fassung des Originals «Wie Sankt Nikolaus einen Gehilfen fand». In lichten, wunderhübschen Bildern wird die Geschichte von Samichlaus erzählt, der sich durch den Schneesturm kämpft und dabei bemerkt, dass er seine Geschenke unterwegs verloren hat. Hilfe erhält er von dem etwas kauzigen doch liebevolle Knecht Ruprecht, der einsam und abgeschottet in einer Waldhütte lebt. Aus Dankbarkeit macht er ihn zu seinem lang gesuchten Gefährten.


In feiner Weise erfahren die Kinder von Freundschaft und Dankbarkeit, die wach werden können, wenn Menschen sich offen begegnen, anstatt Vorurteilen Glauben zu schenken.


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